{"id":21,"date":"2008-07-28T17:24:22","date_gmt":"2008-07-28T15:24:22","guid":{"rendered":"http:\/\/zwei-wochen.stangl.eu\/?p=21"},"modified":"2018-06-09T09:38:17","modified_gmt":"2018-06-09T09:38:17","slug":"x","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zwei-wochen.stangl.eu\/?p=21","title":{"rendered":"X Schmutz.W&#228;sche"},"content":{"rendered":"<p>Seit der Zeit im Kloster \u2013 Auszeit nannte sie es \u2013 war ihre Beziehung deutlich besser geworden. N&#252;chterner, sachlicher, an den Allt&#228;glichkeiten orientiert. Er war gl&#252;cklich, wieder mit ihr unter einem Dach zu wohnen, sie war offensichtlich nicht gl&#252;cklich. Denn sie f&#252;hrte ihr Verh&#228;ltnis \u2013 war es eines? \u2013 in dieser Zeit fort. Sie hatte in den zwei Wochen kategorisch zur&#252;ckgewiesen, mit \u201eihm\u201c jemals geschlafen zu haben. Konnte er dieser Antwort vertrauen oder belog sie ihn wie in der Zeit zuvor? Gib nur soviel zu, wie man dir nachweisen kann. Das ist die tradierte Weisheit der Ehebrecher. Alles andere leugne.<br \/>\nIhre Reaktionen auf seine Fragen wirkten auf ihn wie vorbereitet, abgesprochen, wie im Falle des Falles zu antworten war. Hatten sie es gemeinsam ge&#252;bt? Er belog seine Frau wie sie ihn belog.<br \/>\nSie hatte sich in den letzten Jahren h&#228;ufig mit ihren Freundinnen getroffen, hatte wieder Tennis spielen begonnen, das er wegen R&#252;ckenproblemen \u2013 bis auf wenige in Urlaubsarrangements enthaltenen Gratisstunden \u2013 aufgegeben hatte. Sie war dem Verein des Arbeitsgebers beigetreten und spielte mehr oder minder regelm&#228;&#223;ig. Sie hatte ihn recht kurzfristig gefragt, ob er auch Lust h&#228;tte, doch wollte er sich das offen halten, da er Angst hatte, seinem inzwischen einigerma&#223;en gesundeten R&#252;cken wieder regelm&#228;&#223;iges Spielen zuzumuten, zumal er recht ehrgeizig war und den Vorsatz, es eher gem&#228;chlich anzugehen, im Ernstfall &#252;ber Bord werfen w&#252;rde. In diesen zwei Wochen erlebte er die Tennistermine mit Freundinnen mit Argwohn und Zweifeln.<br \/>\nWie viele dieser Treffen zuvor hatten ihm gegolten? Sie hatte immer in schillernden Farben von ihren Tennispartien erz&#228;hlt, den wenigen Erfolgen und den anf&#228;nglich sehr h&#228;ufigen Misserfolgen.<br \/>\nDiese zwei Wochen gipfelten in der Frage: Kann er ihr jemals wieder vertrauen? Seine bisher in ihrer Beziehung \u2013 vor allem am Beginn des Zusammenlebens \u2013 v&#246;llig unbegr&#252;ndete und aus mangelndem Selbstwertgef&#252;hl beinahe zwanghaft imaginierte Eifersucht war nun einer m&#246;glicherweise begr&#252;ndeten gewichen. Sie wog schwer.<br \/>\nWie gerne h&#228;tte er ihr vertraut, h&#228;tte er der genannten Vermutung, dass wenn Frauen nach dem Nachhausekommen ihre H&#246;schen waschen, sie die Samenfl&#252;ssigkeit entfernen m&#252;ssen, die lange nach dem Verkehr noch aus ihrer Scheide tropft. Und das beobachtete er h&#228;ufig bei ihr, auch in diesen zwei Wochen. Und er hatte Alptr&#228;ume davon, vor dem W&#228;schekorb zu sitzen und alle benutzten H&#246;schen herauszuholen, die sie vielleicht noch nicht gewaschen hatte. Irgendwelche Spuren ihrer L&#252;gen zu entdecken. Und er fand sich in diesen Tr&#228;umen bedeckt von einem Berg von H&#246;schen, in denen die wohl bekannte Steifheit, die Samen in Unterw&#228;sche hinterl&#228;sst, zu greifen war. &#220;berall diese Flecken, diese Besudelung. Jene Besudlung, die man als Jugendlicher manchmal heimlich aus der Hose entfernen musste, falls man unvorsichtigerweise etwa in einem Kino abgespritzt war. Mit seiner ersten Freundin, mit der er &#252;ber zwei Jahre zusammen war, hatten sie es sich h&#228;ufig gegenseitig im Kino gemacht, wobei sie sein Glied durch die rechte offenen Hosentasche erregte, w&#228;hrend er mit seiner Hand in ihre Scheide eindrang. Dieses Petting mit H&#246;hepunkt in der Dunkelheit eines Kinos &#8211; meist gingen sie dazu in die fast leeren Vormittagsvorstellungen, wobei sie manchmal andere P&#228;rchen bei der selben T&#228;tigkeit beobachten konnten \u2013 war der Ersatz f&#252;r ein Hotelzimmer. Sie machten es damals auch in Sch&#246;nbrunn auf versteckten Parkb&#228;nken, im Winter bei eisiger K&#228;lte in leerstehenden Schrebergartenh&#228;uschen.<br \/>\nUnd im Traum ekelte ihm vor der Klebrigkeit in ihren H&#246;schen, wenn man diese Stellen befeuchtet und beriecht, rochen sie nach ihr und nach ihm. Diese Flecken begannen sich zu vergr&#246;&#223;ern und der Samen sprudelte aus ihnen wie bei einem H&#246;hepunkt.<br \/>\nEr versank mit einem Schrei in den sich ausbreitenden Spermien des andern.<br \/>\nSie schwamm darin herum und sog das Ejakulat des anderen begierig in sich auf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit der Zeit im Kloster \u2013 Auszeit nannte sie es \u2013 war ihre Beziehung deutlich besser geworden. N&#252;chterner, sachlicher, an den Allt&#228;glichkeiten orientiert. Er war gl&#252;cklich, wieder mit ihr unter einem Dach zu wohnen, sie war offensichtlich nicht gl&#252;cklich. Denn sie f&#252;hrte ihr Verh&#228;ltnis \u2013 war es eines? \u2013 in dieser Zeit fort. 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